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ONE OF ALL - ART FOR ALL

Dunkle Nacht, verschiedene Größen

Dunkle Nacht, verschiedene Größen

Normaler Preis €250,00 EUR
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Dunkle Nacht

verschiedene Größen/different sizes
58 x 40 cm, Edition of 30
86 x 60 cm, Edition of 25
144 x 100 cm, Edition of 15
Radierung, Hochdruck, Siebdruck, Pigmentprint auf Hahnemühle Bütten/Etching, relief printing, screen printing, pigment print on Hahnemühle mould-made paper
Original, Ungerahmt/Unframed
Signiert/Signed

Dunkle Nacht zeigt ein Dunkel, das nicht einfach bloße Abwesenheit von Licht ist. Es verhält sich aktiv: Es zieht Formen an sich, verschluckt sie teilweise, lässt sie dann widerwillig wieder frei. Der Blick muss sich behaupten, tasten, statt unmittelbar zu erfassen.

Gerade darin entsteht ein stiller Anspruch. Dunkle Nacht fordert nicht Verständnis, sondern Aufmerksamkeit - eine, die bereit ist, auch dort zu verweilen, wo sich nichts sofort ordnet. Die Uneindeutigkeit der Strukturen ist die Haltung eins Gegenübers, das nicht reduziert werden will.

Es eröffnet sich ein Sehen, das nicht auf Identifikation abzielt. Man erkennt kein klares „Etwas“ - man begegnet eher einer Art Beharrlichkeit des Bildes selbst: einem Dunkel, das sich weigert, ausgedeutet zu werden, sondern erfahren werden will.

Dunkle Nacht lädt dazu ein, den Blick von seiner Gewohnheit zu lösen, die Welt müsse sich immer eindeutig erklären. Stattdessen entsteht eine Ruhe, die aus der einfachen Tatsache erwächst, dass nicht alles sichtbar sein möchte - und dennoch wirkt.

Isabella Kilian, Philosophin M.A.

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Dunkle Nacht presents a darkness that is not simply the absence of light. It behaves actively: it draws forms toward itself, swallows them in part, then releases them again. The gaze has to assert itself, has to feel its way forward rather than grasp immediately.

This is where a quiet demand arises. Dunkle Nacht does not ask for understanding but for attention - attention willing to linger even where nothing readily falls into place. The ambiguity of its structures resembles the stance of a counterpart that refuses to be reduced.

What opens up is a mode of seeing that does not aim at identification. One does not recognize a clear “something” - one encounters instead a kind of persistence belonging to the image itself: a darkness that resists interpretation and insists on being experienced.

Dunkle Nacht invites the viewer to loosen the gaze from its habit of expecting the world to explain itself immediatly. A quietude emergesm, born from the simple fact that not everything desires to be visible - and still exerts its presence.

Isabella Kilian, M.A. Philosophy

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